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MA R O K K O (MO)
Land
Vier landschaftliche Großräume lassen sich unterscheiden: Die
Mittelmeer- und die Atlantikküste im Norden und Westen, die atlantische
Region mit der marrokanischen Meseta, die Gebirgsregion mit dem Hohen
Atlas, dem Mittleren Atlas und dem Rifgebirge (Ar-Rif) sowie die
nordöstliche und südöstliche Region mit den Plateaus im
Nordosten, dem Anti-Atlas und den großen Becken am Sahararand.
Das Land an Atlantik und Mittelmeer grenzt im Osten und Südosten an
Algerien und im Süden an West-Sahara bzw. Mauretanien. Marokko besteht hauptsächlich aus
Gebirgen und Hochebenen. Im Nordosten erstreckt sich das bogenförmige
Kalksteingebirge Rif längs der Mittelmeerküste; westlich des Rif
breitet sich der Rharb aus, eine Tiefebene aus Schwemmland.
In Das
Atlasgebirge durchzieht Marokko
von Südwesten in nordöstliche Richtung und teilt sich zur algerischen
Grenze hin in verschiedene Hochebenen auf.nordwestlicher Richtung
fällt es in Stufen zur Atlantikküste ab. Hier finden sich die
fruchtbarsten Gebiete und bedeutende Städte des Landes.
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Das
Atlasgebirge gliedert sich in drei parallele Ketten: der Hohe Atlas, mit dem
Berg "Djebel Toubkal (4167 m), als höchste Erhebung; der Mittlere Atlas im
Nordwesten, ein vorwiegend aus Hochebenen bestehendes Gebirge; und der
wesentlich flachere Anti-Atlas,
im Südwesten, ein wüstenhaftes Felsengebirge. Im Süden schließt sich
die Hochebene des Wadi Drâa mit ihren Steinwüsten und Oasenlandschaften
an.

Bevölkerung
Rund 20 % der Marokkaner sind arabischstämmig. Die Berber (etwa 80 %
der Bevölkerung, davon knapp 60% arabisierte Berber) sind heute zumeist
sesshafte Bauern. Nur eine Minderheit lebt noch als Nomaden oder
halbnomadisch in abgelegenen Gebieten des Mittleren Atlas oder auf den
Hochplateaus im Osten des Landes. Nordmarokko mit der alten Metropole
Fes ist eher arabisch (34 % der Bevölkerung Araber, 25 % arabisierte
Berber), Südmarokko und dessen Metropole Marrakesch eher berberisch (30
% der Bevölkerung Berber) geprägt. Es leben rund 60.000 Ausländer im
Land, darunter vor allem Franzosen, Spanier, Italiener, Tunesier und
Algerier. Im Gegenzug leben über eine Million Marokkaner in Frankreich
und sind somit wichtige Vertreter des Islam in Frankreich.
Klima
Marokkos zeigt einen
Übergang
vom mediterran beeinflussten Nordwesten des Landes zum
saharisch-kontinentalen
Südosten und Süden. Der Hohe und Mittlere Atlas, die zusammen als
eigener
Klimaraum aufzufassen sind, bilden mit ihrem Hauptkamm die
Klimascheide. Der
nordwestliche Landesteil hat trockenheiße Sommer mit einer mittleren
Augusttemperatur von 23°C und mittleren Temperaturmaxima zwischen 26°C
(Casablanca) und 29°C (Tanger).
Die
Winter sind mild (Januarmittel 12°C) und regenreich, wobei die
Niederschlagsmengen
nach Süden hin geringer werden (Tanger 900 mm, Agadir 200 mm
Jahresniederschlag). Landeinwärts nimmt der mildernde Einfluss des
Meeres rasch
ab, so dass in der zentralen Meseta und im Atlasgebirge ausgeprägtes
Kontinentalklima herrscht: In Marrakesch (Augustmittel 29°C) können im
Sommer
45°C erreicht werden, während im Winter die Temperaturen um den
Gefrierpunkt
liegen können; an Niederschlag fallen kaum 250 mm. Dagegen bringen
Steigungsregen an der Westabdachung der Gebirge zum Teil mehr als 1.000
mm
Niederschlag pro Jahr, der über 1.000 m Meereshöhe in den Wintermonaten
gewöhnlich als Schnee fällt.
In
den südlich des Atlas gelegenen Sahara-Randgebieten herrscht extrem
trockenheißes Wüstenklima. Es fallen nur unregelmäßig Niederschläge,
die selten
200 mm im Jahr erreichen, so dass Ackerbau lediglich in Oasen mit
Bewässerung
betrieben werden kann. Während der Sommermonate weht zeitweise der
Schirokko,
ein heißer, staubbeladener Wind aus der Sahara.
Reisebericht:
Fahrradtour: Marokko 2001: www.korntravel.de
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